Geschäftskunden
Energieberatung für Dienstleistungs- und Gewerbekunden
Eine verbesserte Energieeffizienz in Ihrem Unternehmen bedeutet nicht nur einen Beitrag für die Umwelt zu leisten, sondern auch eine effektive Kostenreduzierung. Die Stadtwerke Oranienburg zeigen Ihnen mit der Checkliste zur Energieeffizienz wichtige Einsparpotentiale auf, die Sie in Ihrem Unternehmen nutzen können.
Themenschwerpunkte
Beleuchtung
- Sie benutzen noch Glühlampen?
Ersetzen Sie die Glühlampen gegen Energiesparlampen. Da Energiesparlampen bei gleicher Helligkeit nur ca. 25 % des Stroms einer Glühlampe benötigen, gilt als Faustregel folgende Entsprechung:
Beim Austausch der Glühlampe sollten Sie je nach Einsatzbereich die Lichtfarbe der Energiesparlampe beachten. Erhältlich sind Lichtfarben von extra-warmweiß bis tageslichtweiß.Glühlampe Energiesparlampe 25 Watt 5 bis 7 Watt 40 Watt 7 bis 9 Watt 60 Watt 11 bis 16 Watt 75 Watt 15 bis 20 Watt 100 Watt 20 bis 23 Watt - Sie nutzen Leuchtstoffröhren? Überprüfen Sie das verwendete Vorschaltgerät.
Schalten Sie die betreffenden Leuchten mit den Leuchtstoffröhren an, wenn diese beim Starten flimmern oder flackern, werden die Leuchtstoffröhren mit einem konventionellen Vorschaltgerät (KVG) betrieben. Durch den Austausch des konventionellen Vorschaltgeräts durch ein elektronisches Vorschaltgerät (EVG), können Sie pro Lampe die Leistungsaufnahme um ca. 10 Prozent reduzieren. Der Einsatz von EVG hat aber noch weitere Vorteile:
- Verlängerte Lebensdauer der Leuchtstofflampe
- zuverlässiger und schneller Start
- flimmerfreier Betrieb
- Fehlererkennung und Abschaltung bei defekter Lampe
- geringere Geräuschentwicklung (kein Netzbrummen)
- sind dimmbar
- Mit welchen Reflektoren sind Ihre Leuchten ausgestattet?
Eine frei aufgehängte Lampe bewirkt, dass nur ein Teil des Lichtes auf die zu erhellenden Flächen trifft. Daher empfiehlt sich der Einsatz von Reflektoren. Das Licht wird so gezielt in die Aufenthaltsbereiche gelenkt. Einbauleuchten mit opaler Abdeckung (Abdeckung aus „Milchglas“ oder satiniertem Glas) haben Wirkungsgrade die bei nur 50% liegen, da hier nur ein Bruchteil des Lichtes die Lampe passiert. Der Ersatz von Parabol-Spiegelraster-Leuchten führt zu einer Steigerung des Wirkungsgrades auf gut 70%.
Ein optimaler Reflektor bringt das Licht dorthin,wo es gebraucht wird. Somit kann, bei gleichbleibender Helligkeit, die Anzahl der Leuchten in einem Raum reduziert werden. So ist es oft möglich, insbesondere bei doppelflammigen Leuchten, die Lampenzahl zu halbieren und das bedeutet wiederum eine 50-prozentige Energieersparnis. - Nutzen Sie Bewegungs- oder Präsenzmelder?
In Fluren, WCs und Nebenräumen, in denen sich nur ab zu eine Person aufhält, wird kein Dauerlicht benötigt. Eine bequeme und einfache Lösung sind hier Bewegungs- und Präsenzmelder, die nur das Licht einschalten, wenn sich eine Person im Raum befindet. Der Unterschied zwischen Präsenz- und Bewegungsmelder ist, dass Bewegungsmelder nur größere Bewegungen erkennen. Sie eigenen sich am besten für Flure und Treppenhäuser. Präsenzmelder erfassen auch Personen bei sitzender Tätigkeit, da schon kleine Handbewegungen ausreichen, um anwesende Personen zu erkennen und können so auch in Toiletten oder Nebenräumen eingesetzt werden. - Reinigen Sie regelmäßig die Leuchten und Reflektoren?
Zur Gewährleistung des Gesamtbeleuchtungswirkungsgrad sollten die Leuchtmittel und insbesondere die Reflektoren regelmäßig gereinigt werden. Je nach Staubbelastung der Umgebung sollte dies alle 0,5 bis 3 Jahre im Reinigungsplan vorgesehen sein.
EDV
- Nutzen Sie das Energiemanagement des Betriebssystems?
Server- und Netzwerkkomponenten sind oft 24 Stunden am Tag im Betrieb, ohne dass dies notwendig wäre. Denn ein Viertel der Server wird nachts überhaupt nicht benötigt, und am Wochenende ist sogar jeder zweite unbeschäftigt. Trotzdem verbrauchen sie weiterhin Energie und dies ist nicht zu unterschätzen. Mit einem Anteil von bis zu 60 % am Gesamtstromverbrauch stellt das Rechenzentrum in vielen Bürogebäuden einen Verbrauchsschwerpunkt dar. Durch die Aktivierung des Energiemanagements im Betriebssystem lässt sich steuern, dass nachts und am Wochenende nur die Server im Betrieb sind die wirklich benötigt werden. - Vermeiden Sie Stand-by-Verbrauch?!
Monitore, Drucker und Kopierer sollten in den Arbeitspausen oder bei Nichtnutzung abschaltet werden. Der Monitor kann durch eine entsprechende Konfiguration des Rechners mittels der Energieverwaltung auch automatisch in den Sleep-Zustand heruntergeschaltet werden.
Laserdrucker und Kopierer können im Bereitschaftmodus bis zu 100 Watt verbrauchen. Es empfiehlt sich daher, diese Geräte abzuschalten und vom Netz zu trennen, wenn sie längere Zeit nicht benötigt werden. Bei Tintenstrahldruckern gilt diese Regel jedoch nicht unbedingt. Bei manchen Geräten wird bei Inbetriebnahme der Druckkopf mit Tinte gespült. Dieser Vorgang kann mehr Kosten verursachen als durch eine Netztrennung eingespart wird. - Haben Sie noch Röhren- bzw. CRT-Bildschirme?
Röhren- bzw CRT-Monitore sollen auf jeden Fall durch neue TFT-Monitore ersetzt werden. Im Betrieb verbraucht ein TFT-Bildschirm bis zu 70% weniger Strom als ein herkömmlicher Röhrenbildschirm. Somit amortisiert sich diese Investition schon nach kurzer Zeit. Zusätzlich zu dem deutlich geringeren Stromverbrauch bieten TFT-Bildschirme noch mehr Vorteile gegenüber den CRTs. Sie benötigen eine kleinere Stellfläche, haben ein absolut flimmer- und verzerrungsfreies Bild und eine fast doppelt so lange Lebensdauer. - Achten Sie bei Neuanschaffungen auf die Energieeffizienz der Geräte?
Wie auch bei Haushaltsgeräten unterscheiden sich IT Geräte stark in Ihrem Stromverbrauch – im Betrieb wie auch im Stand-by. Daher sollten Sie bei Neuanschaffung auch den Stromverbrauch der Gerätealternativen vergleichen. Eine Kennzeichnung für energieeffiziente Bürogeräte ist z.B. der EU ENERGY STAR oder das TCO-Label. Geräte mit dieser Kennzeichnung erfüllen eine Mindeststandard in Sachen Energieeffizienz.
Der Stromverbrauch beim PC hängt vorwiegend von der Leistung des CPUs, der Grafikkarte und dem Netzteil ab. Beim Kauf von Desktop PCs sollten daher zunächst die individuellen Anforderungen an den PC bestimmt werden. Für einen einfachen Office-PC können CPUs und Grafikkarten mit geringer Leistung und geringem Stromverbrauch eingesetzt werden. Verwenden Sie hingegen Bildbearbeitungs- oder CAD-Anwendungen benötigen Sie PC-Komponenten mit einer höheren Leistung, die einen entsprechend höheren Stromverbrauch aufweisen.
Unabhängig von den PC-Anwendungen sollte beim Neukauf auf die Energieeffizienz des Netzteils geachtet werden. Denn hier gibt es deutliche Unterschiede. Billigprodukte erreichen einen Wirkungsgrad von unter 50 Prozent während hochwertige Geräte einen Wirkungsgrad von 80 Prozent und mehr erreichen. Zu erkennen sind diese effizienten Modelle am Logo „80 Plus“. - Vermeiden Sie Stand-by-Verluste durch Master-Slave- oder schaltbare Steckdosenleisten?
Ein Großteil der Bürogeräte wie Drucker und Scanner aber auch Computermonitore verfügen heute nicht über einen Schalter, der das Gerät vollständig abschaltet und vom Netz trennt. Die Geräte verbrauchen somit auch im ausgeschalteten Zustand weiter Strom. Dieser ist meist gering, summiert sich aber übers Jahr und über die Geräteanzahl: Das einfachste und bequemste Mittel Stand-by-Verbrauch zu verhindern, sind sogenannte Master-Slave-Steckdosenleisten. Dabei werden alle Geräte, die sich an dieser Steckdosenleiste befinden, automatisch vom Netz getrennt, wenn das Hausgerät (Master), bei Bürogeräten wäre dies meist der PC, abgeschaltet wird. Eine andere Methode wäre eine schaltbare Steckdosenleiste, die alle Geräte auf einmal durch Abschalten vom Netz nimmt.



