Das Wasserwerk Sachsenhausen

Die Rohwasserentnahme erfolgt aus 10 Tiefbrunnen im Fassungsgebiet Sachsenhausen. Diese fördern Grundwasser, das im Wasserwerk Sachsenhausen mit modernster Technik weiter zu Trinkwasser aufbereitet wird. Dabei werden die im Grundwasser unserer Region natürlich enthaltenen Eisen- und Manganverbindungen entfernt, die ansonsten das Wasser bei Kontakt mit Sauerstoff aus der Luft durch Oxidationsprozesse braun verfärben würden. Für Bedarfsfälle steht eine Desinfektionsanlage zur Verfügung – eine Chlorung zur Desinfektion des Trinkwassers ist allerdings seit Jahren nicht notwendig. Das aufbereitete Wasser wird in zwei Erdbehältern mit einem Fassungsvermögen von jeweils 5.100 m3 zwischengespeichert. So können Lastspitzen sowie ein anzunehmender Feuerlöschbedarf abgedeckt werden.

Die Geschichte der Trinkwasserversorgung in Oranienburg

Die zentrale Trinkwasserversorgung der Stadt Oranienburg hat mittlerweile eine über 100-jährige und zum Teil wechselvolle Geschichte. Mit dem Wasserwerk an der Heidelberger Straße wurde ein imposantes Zeugnis für den Stand von Architektur und Wassertechnik geschaffen, das gleichzeitig das Selbstbewusstsein der Oranienburger ausdrückte. Nach den Zerstörungen des zweiten Weltkrieges erfolgte die Versorgung aus mehreren Wasserwerken. Schrittweise wurde das Rohrnetz erweitert. Das Wasserwerk Sachsenhausen wurde in den fünfziger Jahren kommunalisiert und entwickelte sich in der Folge zum Wasserwerk der Stadt Oranienburg. 1998 nahm nach nur 28-monatiger Planungs- und Bauzeit das modernisierte Wasserwerk Sachsenhausen in der Carl-Gustav-Hempel-Straße seinen Betrieb auf. Heute verfügt Oranienburg über eine moderne Trinkwasserversorgung und ein gut ausgebautes Trinkwasserrohrnetz, welches weiterhin erneuert und ausgebaut wird. So wurden z. B. 2008 428 m Trinkwasserleitungen neu verlegt und 1459 m Altleitungen ausgewechselt. Zum Ende des Jahres 2016 betrug die Netzlänge ca.  264,6 km.